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Der Jahrhundertwinter 1978/79

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Weihnachten 1978 an der Ostsee: Die Familien kommen zum gemütlichen Fest zusammen. Es riecht nach Braten, der Kohleofen knistert und draußen taut der Schnee – wie so oft zum Fest.

Zu diesem Zeitpunkt ahnt niemand in der DDR, dass dieser Winter in die Geschichtsbücher eingehen wird.

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Vier Tage nach Heiligabend, am 28. Dezember 1978, verändert sich die Wetterlage dramatisch. Über der Ostsee stoßen ein stabiles Hochdruckgebiet aus Skandinavien und ein Tiefdruckgebiet aus Südeuropa zusammen.

Die Folge: Ein rapider Temperaturabfall um 20°C und heftige Schneefälle, die fünf Tage andauern.

Diese Aufnahme zeigt Bergen am 3. Januar 1979.

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Der Temperaturabfall lässt die Ostsee innerhalb weniger Stunden zufrieren. Das Thermometer zeigt mancherorts -17°C an.

Dieses Foto zeigt die vereiste Warnemünder Westmole mit dem Leuchtfeuer im Januar 1979.

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Die wichtige Bahn-Verbindung von Stralsund nach Saßnitz ist nach den tagelangen Niederschlägen auf ihrem letzten Stück nicht befahrbar. Eine Eisenbahn steckt für 48 Stunden in den bis zu sechs Meter hohen Verwehungen fest.

Nur durch Sprengungen der Schnee- und Eismassen und den Einsatz von Schneefräsen werden die Gleise Stück für Stück vom Schnee befreit.

Dieses Foto vom 4. Januar 1979 dokumentiert den Vorfall.

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Viele Ortschaften und vor allem die gesamte Insel Rügen sind mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten. Straßen sind nicht passierbar, Telefon- und Stromleitungen brechen unter der Last der Schneemassen zusammen.  

Selbst per Hubschrauber ist es lange Zeit nicht möglich, die Menschen mit überlebenswichtigen Ressourcen zu versorgen. 

Bei Rappin auf Rügen werden am 27. Januar 1979 Lebensmittel und Brennstoffe entladen und verteilt.

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Im Kreis Grimmen sind schwere Panzer und Räumtechnik der Nationalen Volksarmee (NVA) im Einsatz, um die Versorgung von Mensch und Tier aufrecht zu erhalten.

Da die Mittel des DDR-Militärs nicht ausreichen, um gegen die Schneemassen anzukommen, gibt es Hilfe von der Sowjetunion. Diese stellt Panzer und Schneefräsen zur Verfügung, um die NVA zu unterstützen.

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So berichtet die OSTSEE-ZEITUNG am 2. Januar 1979.


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Die Verwehungen an den Großhäfen in Rostock oder Stralsund behindern den Umschlag von Waren erheblich. Oftmals gelangen die Schiffe gar nicht erst in die Häfen.

Der Schlepper „Dierkow" ist auf dieser Aufnahme vom Januar 1979 im Nordrevier vor Stralsund als Eisbrecher unterwegs, um die Zufahrt zum Stralsunder Hafen aufrecht zu erhalten. 

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Für die ländlichen Gebiete ist die Situation eine Katastrophe. Vielerorts fehlt es an Lebensmitteln und Nutztiere verenden.

Doch auch die Städte leiden und so türmt sich der Schnee  stellenweise meterhoch– so wie hier am Steintor in Rostock.

 

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Jede Hilfe wird benötigt. Schüler und Auszubildende werden zum Schneeschippen eingesetzt.

Dieses Foto zeigt die Lehrlinge des Industriebaukombinates IBK Rostock, wie sie im Januar 1979 die Gleise der Straßenbahn vom Schnee zu befreien.

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Auch in Stralsund sind die Menschen auf den Straßen, um den Schneemassen Herr zu werden.

Diese Aufnahme zeigt den Knieperwall im Januar 1979 kurz nach dem fünf Tage andauernden Blizzard.

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Sechs Wochen nach den folgenreichen Niederschlägen – der Schnee war noch nicht ganz abgetaut – brach am 13. Februar 1979 eine neue Schneefront über MV herein. Wieder wird ein Katastrophenalarm ausgelöst.

Genau an diesem Tag entsteht dieses Foto. Etwa 250 bis 300 Schüler aus Rostock werden mit einem Sonderzug der Deutschen Reichsbahn zum Rodeln nach Kösterbeck gefahren.




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Es sterben mindestens fünf Menschen. Die abtauenden Schneemassen sorgen für Überschwemmungen in den Hafenstädten. Die ostdeutsche Wirtschaft hat noch Jahre nach der Katastrophe mit den Folgen dieses Winters zu kämpfen.

Foto: Stralsund im Januar 1979.

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